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10 Jahre - 10 Fragen an ... Frank Friedrichs und Matthias Teut vom Verlag DichtFest

Wannenbuch & Friends: Frank Friedrichs (r.) und Matthias Teut vom Verlag DichtFestWannenbuch & Friends: Wir feiern Verlags-Jubiläum und stellen jede Woche spannende Buchmenschen vor. Heute: Frank Friedrichs und Matthias Teut vom Verlag DichtFest. Zur Person: Frank: Ich kam 1969 in Hamburg zur Welt, fand dort 25 Jahre später die große Liebe und zog dann irgendwann mit ihr in den Osten. Und jetzt versuchen wir, vom Bücherschreiben, -veröffentlichen und -verkaufen zu leben. Schon immer war ich buchsüchtig – vor ein paar Jahren haben wir unseren Dachboden ausgebaut; offiziell für Gäste, in Wirklichkeit brauchten wir einfach mehr Platz für unsere Bücher. Leider lese ich inzwischen nicht mehr so viel; ich komme nur noch vor dem Einschlafen dazu. Und an manchen Tagen schlafe ich verdammt schnell ein … Matthias: Ich bin Schleswig-Holsteiner und habe schon als Kind geschrieben. Doch bis aus Zeichnungen, Textfragmenten und meiner selbst erdachten Elbensprache schließlich "die Welt von Erellgorh" werden sollte, habe ich mich beruflich dem Gesundheitsbereich gewidmet – zuletzt in einem Unternehmen im Bereich beratungsintensiver Hilfsmittel. Zusammen mit meinem Mann habe ich dann "DichtFest - den kleinen Verlag im Garten" gegründet, der sich seither vor allem in den Genres Fantasy und Krimi einen Namen macht und darüber hinaus für seine „Lesenacht im Garten“ überregional geschätzt wird. Die Pflege des Gartens ist übrigens meine große Leidenschaft, sodass mir besonders im Frühling und Sommer kaum Zeit bleibt, selbst zu lesen. Doch auch wenn mein SUB sich inzwischen über mehrere Regale erstreckt – vier- bis fünfmal pro Jahr tauche ich in Romanwelten von Kolleginnen und Kollegen ein. Denn für mich ist Lesen wie das Sammeln gelebter Erfahrung. Nachhaltig inspirierend, aber ohne die Gefahren der Wirklichkeit.

  1. Warmduscher oder Eisbader?
    Frank: Da bin ich eher der Warm- bis Heißduscher. Und ärgere mich dann, weil der Spiegel beschlagen ist ...
    Matthias: Unbedingt der Warmduscher. Es sei denn, ich komme aus der Sauna. Dann steige ich auch im Januar in unseren Schwimmteich.
  2. Momentan lese ich:
    Frank: Band x-undzwanzig der Tante-Dimity-Reihe von Nancy Atherton, very cozy Crime aus Mittelengland.
    Matthias: "Die Villa an der Elbchaussee" von Lena Johannson
  3. Dieses Buch würde ich in eine einsame Badewanne mitnehmen:
    Frank: Wenn er erschienen ist, Band y-undzwanzig ...
    Matthias: Ich muss jetzt erst einmal darüber nachdenken, was eine einsame Badewanne von herkömmlichen Badewannen unterscheidet …
    Frank: Das ist wie bei uns. Wenn du nur eine Badewanne hast, ist die arme einsam.
  4. Der Buchheld meiner Kindheit ist:
    Frank: Oh, meine Kindheit war lang. Eine Zeit lang habe ich Lurchi geliebt, den Helden aus den Salamander-Heften. Dann fand ich Tim von "Tim & Struppi" toll. Natürlich habe ich auch Bücher ohne Bilder gelesen, aber da wüsste ich keinen Helden, der mich wirklich gepackt hat. Vielleicht am ehesten Bob Andrews von den 3 ???: klug, cool und teamfähig.
    Matthias: Ich denke, es fing mit dem "kleinen Wassermann" und "Rauschebart und Knorzel" an und endete mit Frodo Beutlin.
  5. Das gehört für mich zu einem gemütlichen Wannenbad dazu:
    Frank: Nach spätestens 15 Minuten der Warmwasserhahn.
    Matthias: Kerzenlicht und Musik von Enya.
  6. Mein Lesetipp für den nächsten Urlaub:
    Frank: Du meinst außer der Tante-Dimity-Reihe? Ich persönlich würde in einen "echten" Urlaub (wann hat man den als Selbstständiger schon?) "American Gods" von Neil Gaiman mitnehmen. Im Alltag komme ich nicht dazu, mich auf den Wälzer einzulassen.
    Matthias: Da Frank Tante Dimity schon in Beschlag genommen hat, packe ich einfach die komplette Shannara-Saga von Terry Brooks ein. Wird eh Zeit, sie erneut zu lesen.
  7. Mit dieser Buch-Figur würde ich gern mal in die Sauna gehen:
    Frank: Äh, das ist jetzt doch ein bisschen indiskret, oder? (wird rot) Vielleicht mit Viktor Krum ...
    Matthias: In jedem Fall mit einer Buch-Figur, die schweigen kann.
  8. Mein Leben als Wannenbuch – das wäre der Titel:
    Frank: "Pleiten, Pech und Wannen" … oder "Am Baden zerstört"
    Matthias: "Wasser im Champagnerglas" oder "Lieber wässrig als zu scharf"
  9. An dieses Schulbuch denke ich heute noch gern zurück:
    Frank: Ich habe Atlanten geliebt. Und ein Englisch-Buch, das einen gezeichneten Stadtplan von London auf dem Vorsatzpapier hatte. Da es aussortiert war, durfte ich ihn ausmalen – hat fast ein ganzes Halbjahr gedauert.
    Matthias: Da geht es mir ähnlich wie Frank. Atlanten fand ich großartig. Ich habe schon damals Weltkarten geliebt, auch wenn sie alle von dieser Welt waren.
  10. Bitte vervollständige den Satz: Ohne Buch ...
    Frank: … ist möglich, aber sinnlos.
    Matthias: … kann Leben nur sehr eingeschränkt funktionieren.

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