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Dauerbrenner Goethe: Der Klassiker kommt in 2. Auflage

"Goethe erotisch - Der Klassiker ganz frivol" von Erwin LeibfriedDieser Klassiker ist immer angesagt: Das Badebuch "Goethe erotisch" aus der Feder des Gießener Literaturwissenschaftlers und Verlegers Prof. Dr. Erwin Leibfried ist der Dauerbrenner der Edition Wannenbuch. Wegen der großen Nachfrage erscheint der Titel im Herbst 2014 in der zweiten Auflage. Lob gab es sogar von der Goethe-Gesellschaft.


Goethe in seiner gegenwärtigen Bedeutung zur Geltung zu bringen, das sind selbsterklärtes Ziel und Zweck der Goethe-Gesellschaft. 1885 wurde sie in Weimar gegründet und zählt heute mehr als 3000 Goethefreunde in aller Welt. Klar, dass diese sich mit Leben und Werk des Klassikers auskennen. 

Aus Bad Harzburg, dort hat eine der 59 deutschen Ortsvereinigungen ihren Sitz, erreichten uns folgende lesenswerte Zeilen zum Badebuch "Goethe erotisch":

"Schon die Zusammenfassung auf der ersten Seite ist sehr frivol:

  • Es stimmt leider, dass manche Menschen und Schüler (nicht alle) Goethe für langweilig halten.
  • Es stimmt bestimmt, dass er bei den meisten den Schalldämmwert der Wohnung erhöht.
  • Es stimmt nicht, dass nur Kenner wüssten, dass Goethe viele Freundinnen hatte. Das meinen jedenfalls viele ganz genau zu wissen, leider auch Ihre frivole erste Seite, dennoch liest sie sich köstlich in ihrer großen Modernität, verhilft vielleicht diesbezüglich Goethe zu mehr Aufmerksamkeit. Vielleicht holt doch mancher seinen Faust I wieder vor und sucht die folgenden Zitate aus der Walpurgisnacht im Original.

Subtiler weist Herr Leibfried auf die Wahlverwandtschaften hin und verschafft diesem Roman hoffentlich viele Leser, denn er ist wunderbar und so ganz und gar nicht geeignet für die Bühne, für die er jetzt hin und wieder missbraucht wird.

Ein ganz besonderes Verdienst ist der Hinweis auf das erst 1978 veröffentlichte Gedicht „Das Tagebuch“. Nicht so gelesen habe ich, dass das Mädchen „enttäuscht“ einschläft (Ihr scheint ein süßes Wort, ein Kuß zu gnügen, 90 Als wär es alles was ihr Herz begehrte.), sondern ich halte sie - wie Goethe auch (und wie es Erwin Leibfried auch nennt) -  für anständig, ähnlich traumwandlerisch sicher in ihrer Zuneigung wie Margarethe, die Mephisto verteufelt und Heinrich gern ohne ihn sähe.

Ganz wunderbar ist der gar nicht frivole Schluss, der alles wieder zurechtrückt zu Goethe."

Marliese Raschik, Goethe-Gesellschaft Bad Harzburg


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